Watanaz/Wodan/Odin und der Wasserdrache

Der Wasserdrache (siehe Bild) zeigte sich erst kürzlich bei mir, er durfte auf einer Trommel ein neues zuhause finden. Mein Geist steht nicht still und bei meinen Recherchen bin ich auf interessante Informationen gestoßen, die ich nach aussen tragen möchte.

Zuerst einmal sei gesagt, dass die Edda ein Kunstwerk ist und keine gelebte Religion oder Spiritualität. Wer also nach der Edda seine Rituale ausbaut und die Götter danach ausmacht, der wird irgendwann nicht weiterkommen. Wir sind also auf Funde, Wortherkunft und Schriften anderer Länder, wie zB von Tacitus und anderer Literatur angewiesen.

Was hat Watanaz mit Odin zu tun und warum mit einem Wasserdrachen?

Der Allvater-Gott der Germanen heisst Tiwaz, sein urgmanischer Name ist Wata(r)naz, urwestgermanisch „watar“=Wasser. Seine weitere Wortherkunft besagt, dass es sich um einen Geist handelt (Azi), im persischen ein Synonym für einen Drachen.

Ti-waz kann somit als Volksdrache verstanden werden, was ein Banner der frühen Sachsen (mit einem blauen Drachen), verdeutlichen könne.

Watanaz wird später zu Odin/Wodan und ist nach seiner Wortwurzel mit der Luft verbunden. So wie er auch folgend immer dargstellt wird, er reitet durch die nächtlichen Lüfte.

Seine Tiere sind Geier, Adler, Habichte, Raben, Schlangen, Drachen, Wölfe und Hunde.